Montag, 14. April 2014

Warum die Auferstehung etwas bedeutet



Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!
So grüssen sich schon seit vielen Jahren die Christen am Ostermorgen.

Warum ist es nun so wichtig, ob Jesus wirklich auferstanden ist, oder nicht? Wäre es nicht genug gewesen, für unsere Sünden zu sterben?

Die Auferstehung ist nach der Kreuzigung der zentrale Mittelpunkt der christlichen Glaubens. Manche behaupten, Jesus wäre nicht wirklich körperlich wieder auferstanden, sondern nur wie ein Geist. Die Bibel zeigt uns aber, dass er in einem menschlichen Körper unter den Jüngern war, ass und trank und sogar die Narben der Kreuzigung an sich hatte.

Durch die Auferstehung zeigt uns Jesus, dass er die Macht des Todes für immer überwunden hat. Seine Auferstehung eröffnet uns den Weg zu einem ewigen Leben nach unserem Dasein auf dieser Erde. Der Tod ist nicht das Ende unseres Lebens, sondern nur eine Art Sprungbrett zu Gottes Ewigkeit. Jesus zeigt dem Teufel, dass er keinen Anspruch mehr auf unser Leben haben muss, wenn wir ihm folgen und vertrauen.


Das Grab ist leer!
Gott ist Sieger über den Tod!
Er ist auferstanden!

Er ist wahrhaftig auferstanden!

Freitag, 4. April 2014

Warum das Abendmahl etwas bedeutet - die katholische Sicht

Als ich in den Ankündigungen für das Osterstudium las, dass es auch um die Bedeutung des Abendmahl gehen sollte, habe ich um ehrlich zu sein erstmal leichte Bauchschmerzen bekommen.
Die Good Morning Girls sind überkonfessionell und ich finde es ganz toll, wie Frauen verschiedener Konfessionen in der Bibel lesen, sich darüber austauschen und voneinander lernen. Es gibt aber einige Themen, da werden konfessionelle Unterschiede deutlicher als bei anderen, und das Verständnis des Abendmahls gehört dazu. Wir haben uns trotzdem bewusst entschieden, auch die katholische Sicht auf das Abendmahl zu erklären.

Eine Bedeutung des Abendmahls können wohl Christen aller Konfessionen teilen: Die Gemeinschaft mit Gott und die Gemeinschaft mit anderen Christen. Das Wort "Communio" (Kommunion) heißt nichts anderes als "Gemeinschaft".

Was das Abendmahl für katholische Christen bedeutet ist zugleich sehr einfach und unglaublich kompliziert. Wir nehmen Jesu Worte "Das ist mein Fleisch. Das ist mein Blut." wörtlich. Brot und Wein sind verwandelt in Leib und Blut Jesu. Kein Symbol, kein Zeichen - Jesus selbst.

Das ist einerseits simpel, andererseits aber "un-glaublich". Berge von theologischen Abhandlungen, Büchern, und Theorien sind darüber geschrieben worden. Zufälligerweise erzählte unser Pastoralreferent am letzten Sonntag während eines besonderen Gottesdienstes zum Thema "Eucharistie" eine Geschichte, die ein paar dieser Fragen anspricht und versucht zu erklären. Ich möchte versuchen, sie an dieser Stelle wiederzugeben:
"Ein Spötter und Zweifler unterhielt sich einmal mit einem Priester und fragte ihn: "Wie kann denn aus einem einfachen Brot etwas anderes werden, sogar Gott selbst? Das geht doch gar nicht!" Der Priester antwortete: "Wenn dein Körper schon Nahrung in Lebensenergie umwandeln kann, in Zellen, in Leben - wieso sollte Gott das dann nicht können?" 
Der Spötter war nicht überzeugt und fragte weiter: " Aber wie kann es denn sein, dass der große und allmächtige Gott in ein kleines Stück Brot passt?" 
Der Priester überlegte kurz: "Deine Augen sind ziemlich klein. Und trotzdem kannst du mit ihnen eine riesige Landschaft oder eine große Menschenmenge sehen. Genau so kann Gott in dem kleinen Brot sein."
Der Spötter begann nachdenklich zu werden, aber eine Frage hatte er noch: "Ihr habt Kirchen in jeder Stadt, in jedem Land - wie soll Gott dort überall zugleich anwesend sein?" 
Der Priester nahm einen Spiegel und warf ihn auf den Boden. Dann fragte er den Spötter: "Was siehst du, wenn du in die Scherben blickst?" - "Mich!" - "Siehst du dich nur einmal?" -
"Nein, ich sehe mich in jeder Scherbe." 
Der Priester antwortete: "Und genauso, wie dein Bild in jeder Scherbe ist kann Gott an vielen Orten zugleich gegenwärtig sein."

Dieses Verständnis des Abendmahl bedeutet, dass die Jesus in der Hostie gegenwärtig ist und bleibt. Falls ihr euch mal gefragt habt, warum in katholischen Kirchen fast immer eine Kerze brennt (das "ewige Licht") - dieses Licht zeigt an, dass im Tabernakel der Leib Christi aufbewahrt wird und Gott auf diese Weise sichtbar und spürbar gegenwärtig ist. Darum machen Katholiken eine Kniebeuge, wenn sie eine Kirche betreten - sie verbeugen sich vor Jesus.
Katholische Christen werden mit diesem Verständnis des Abendmahls groß, für Christen anderer Konfessionen ist es sicher schwierig zu verstehen. Falls ihr Fragen habt, schreibt ruhig einen Kommentar oder eine Nachricht an uns.

Stephanie