Donnerstag, 20. November 2014

Kapitelstudium 2. Johannesbrief

In unserem Kapitelstudium erlesen wir uns recht viel innerhalb kürzester Zeit. Ich habe so den Eindruck, dass das zwar aufwendiger, aber auch intensiver ist. Ich lese sehr viel mehr Zusammenhänge heraus, als wenn ich die Bibel immer nur verseweise lese, wie ich es sonst in den letzten Studien getan habe. Dennoch ist es für mich nach wie vor eine Herausforderung, die Bibelzeit in meinen Großfamilienalltag zu integrieren. 

Aber nun möchte ich auf den 2. Johannesbrief eingehen, den wir in dieser Woche erlesen. Er ist ein recht kurzer Text, eben ein Brief im eigentlichen Sinne. Er füllte tatsächlich nur einen Papyrusbogen aus und entspricht auch in seiner Form dem damaligen Brief. Er stammt genauso wie der 1. und 3. Johannesbrief wahrscheinlich aus der Feder desselben Autors. Nämlich dem Johannes oder aber seines engsten Jüngers. Ich finde das ganz spannend, dass es gar nicht so ganz sicher ist und es unterschiedlichen Ansichten darüber gibt.

Der 2. Johannesbrief richtet sich vom Ältesten – also wohl Johannes selbst - an die auserwählte Herrin und ihre Kinder. Zunächst einmal stolpert man über diese Formulierung, denn sie ist doch recht ungewöhnlich. Wenn man dann aber Hintergründe zu diesem Brief liest, dann kommt man recht schnell auf den Gedanken, dass der Brief nicht an eine Herrin im eigentlichen Sinne gerichtet worden ist, sondern das damit die Gemeinde umschrieben sein könnte. Vielleicht als eine Art Deckname. Ich lese mir mein Hintergrundwissen gerne im im großen Handbuch zur Bibel von David Alexander an.

Johannes möchte in diesem Brief noch einmal die Worte aus seinem ersten Brief bekräftigen. Auch in diesem Brief geht er darauf ein, wie wichtig es ist, in der Wahrheit zu leben. Er richtet den Brief an alle jene, die in Jesus Christus die Wahrheit erkannt haben, denn wenn wir diese Wahrheit einmal erkannt haben, dann bleibt diese in uns und wird für immer und ewig in uns sein (Vers 2).

Wie Katja schon schrieb: wir haben diese Wahrheit in uns. Allerdings können wir diese nur erfühlen, wenn wir uns die Zeit nehmen, tatsächlich in uns hinein zu hören. Sicherlich gehört aber auch dazu, auf dem Weg des Glaubens zu bleiben. Zeit für das Gespräch mit Gott und die Bibel und sicherlich auch für den Austausch mit Mitchristen zu haben.

Johannes verweist im weiteren Verlauf seines Briefes darauf, wie wichtig es ist, dass wir einander lieben. Und er klärt nun auch, wie sich diese Liebe zeigen soll. Sie zeigt sich nämlich in der Einhaltung der Gebote Gottes. Die Gebote Gottes sind für uns eine Art Richtschnur in unserem christlichen Alltag. Mit ihnen im Herzen lebe ich unweigerlich liebend und achte meine Mitchristen. Mein Leben ist bedacht, denn ich hinterfrage mein Tun bevor ich handle. Diesem Ideal versuche ich persönlich näher zu kommen, wobei das keine leichte Aufgabe für mich ist, sondern immer wieder eine neue Herausforderung, an der ich auch immer mal wieder scheitere.


Im letzten Teil seines Brief wendet Johannes sich wieder gegen falsche Lehrer und damit gegen Irrlehren. Und da legt er sich nun auch fest: ich soll mich an meine Mitchristen wenden und all die meiden, die Irrlehren verbreiten. Diesen soll ich keinen Zutritt gewehren. Das finde ich schon sehr scharf formuliert und sehr schwierig umzusetzen in meinem christlichen Alltag. Aber sicherlich ist schon immer Vorsicht geboten. Es gibt so viele Menschen um mich, mit ebenso vielen Lebensmodellen. Das Christsein ist nicht modern und viele wenden sich bewusst vom Glauben ab und orientieren sich an anderen Geisteswissenschaften. Da überlege ich schon, mit wem ich mich näher umgebe und mit wem meine Kinder zu tun haben. Gerade letzteres ist aber eine sehr, sehr schwere, für mich fast unlösbare Aufgabe. Sehr wichtig ist es wohl, dass man innerlich gefestigt bleibt und das können wir Christen, in dem wir in der Wahrheit leben und uns nicht auf unsere Taufe ausruhen.

Eure Andrea




Montag, 17. November 2014

1. Johannes 3-5


Mit diesem Vers lässt sich praktisch die gesamte Botschaft des neuen Testamentes zusammenfassen. Immer wieder lesen wir davon, dass wir einander lieben sollen. Anscheinend brauchen wir diese ständige Erinnerung daran. Nun fällt es uns sicherlich leicht, unsere unmittelbare Familie zu lieben. Meine Kinder liebe ich immer, auch wenn sie mich manchmal enttäuschen und sich nicht so liebenswert verhalten. Und auch meine Freunde habe ich lieb, auch wenn wir vielleicht nicht immer einer Meinung sind oder die gleichen Interessen haben. Diese Art von Liebe fällt mir leicht.

Wie ist das aber im erweiterten Umfeld unseres Lebens? Können wir unsere Nachbarn lieben auch wenn sie auf unserem Stammplatz parken und manchmal etwas zu laut sind? Lieben wir die Verkäuferin im Supermarkt, die etwas unfreundlich reagiert?
Oder den Kollegen, der immer etwas zu meckern hat?
Da erst zeigt sich, wie echt unsere Liebe ist und wo wir noch Lernpotential haben.
Wirkliche Liebe ist nicht immer einfach und romantisch. Jesus hat es uns vorgelebt und gezeigt, dass für ihn kein Mensch weniger liebenswert ist, als ein anderer. Warum sollten wir da also Unterschiede machen?

Natürlich können wir Menschen, die uns tief verletzt haben nicht aus eigener Kraft lieben. Aber deswegen haben wir Gott und können uns an ihn wenden. Denn seine Liebe kann durch uns auch auf andere wirken, da wo wir nicht die Kraft dazu haben.
Habt ihr in eurem Leben Menschen, die euch richtig nerven oder anstrengend sind? Dann bittet besonders für sie um die Liebe Gottes. Und lebt es ihnen vor. So können Menschenherzen wirklich verändert werden. Nicht nur das der anderen,  sondern auch unser eigenes.




Mittwoch, 5. November 2014

1. Petrus 3

Heute geht es mal wider im das leidliche Thema der Rolle der Frau. Darüber haben wir ja auch in vergangenen Studien schon ausführlich geschrieben und uns mit euch ausgetauscht.
Wie sollen wir Frauen uns verhalten und schmücken, so dass es Gott gefällt.

Wieviel Modebewusstsein ist richtig und wieviel ist zuviel?
Wie teuer darf die Kette sein? Gibt es da eine Messlatte oder Tabelle, an der wir uns orientieren sollen?
Gott ist es weniger wichtig, ob wir ein Designeroutfit tragen oder Kleidung aus dem Second-Hand-Laden. Unser Äusseres ist nur eine Hülle. Wichtig ist ihm, wie es in uns drin aussieht und was wir davon an andere weiter geben.
Was nützt uns das perfekte Make-Up, wenn wir innerlich zerbrochen sind?

Ich glaube nicht, das es feste Richtinien gibt, was gut und richtig ist und ab wann unser Bemühen um ein gepflegtes Äusseres übertrieben ist.
Aber ich bin mir sicher, dass es ein Warnsignal sein sollte, wenn wir lieber Geld für Mode, Schmuck und Kosmetika ausgeben, als jemandem in Not zu helfen. Oder es uns wichtiger ist, auf unsere Wellness bedacht zu sein und wir deshalb nicht die Gemeinschaft mit anderen Christen suchen können.
Wie geht es euch mit diesem Thema?




Dienstag, 4. November 2014

1.Petrus 2 Achtung!

Im zweiten Kapitel wird es jetzt ganz konkret. Petrus fordert uns auf, negative Eigenschaften abzulegen und statt dessen Gottes Wort zu suchen.
Jesus wird mit einem Stein verglichen, der von denen, die ihn nicht kennen weggeworfen wurde. Für die, die an ihn glauben aber ist dieser Stein ein sicherer Grundstein, auf dem wir sicher stehen können.

Und dann geht es um ein brisantes Thema: Gehorsam und Unterordnung gegenüber den Herrschenden und Vorgesetzten. Das ist ja keine leichte Sache in einer freiheitsliebenden und selbstbestimmten Zeit und Kultur.


Warum war es ihm so wichtig, dieses Thema anzusprechen?
Wir als Christen sollen in unserem Umfeld eine Vorbildfunktion haben. Wenn wir respektlos und lieblos mit anderen umgehen, wirft das kein gutes Licht auf uns und auf unseren Glauben. Deswegen betont Petrus wohl zuerst auch nocheinmal die Achtung, mit der wir Menschen begegnen sollen.
Das heisst sicher nicht, dass wir unrechtes Verhalten akzeptieren oder gar unterstützen sollen.
Aber wieviel besser würde es wohl in unserem Land laufen, wenn wir statt uns über sie zu beklagen und beschweren, wir für die Führenden dieses Landes beten würden?
Und auch für alle Lehrer, Pastoren, den Boss, die Polizisten...



Montag, 3. November 2014

1. Petrus 1 Liebt einander

So jetzt geht es wieder los mit unserem neuen Studium. Seid ihr alle gespannt und motiviert? Ich freue mich sehr, dass wir dieses Mal kapitelweise vorgehen. So bekommt man einen guten Überblick über den Inhalt.

Der Brief des Petrus wurde an alle Christen verfasst, die im heidnischen Kleinasien lebten.
Zu Beginn des ersten Kapitels schreibt Petrus über die Freude der Erlösung durch Jesus. Er betont die Hoffnung, die und diese Erlösung bringt, auch wenn dieses Leben seine Schwierigkeiten hat. Aber durch das Überstehen dieser Zeiten wird auch der Glaube gefestigt.

Im zweiten Teil des Kapitels geht Petrus dann darauf ein, was das neue Leben mit Gott bedeutet. Wie können wir unser Leben im Glauben leben.
Mich hat besonders der folgende Vers angesprochen:


Petrus schreibt hier, dass wir durch unsere Umkehr zu Gott echte Liebe erfahren haben und diese weitergeben sollen. Natürlich kann jeder Mensch Liebe empfinden und weitergeben. Warum ist es nun so besonders wichtig, dass wir Gottes Liebe in uns haben? Es gibt doch auch viele gute liebevolle Menschen, die keine Christen sind.
Gottes Liebe ist deshalb grösser und stärker, als alle menschliche Liebe, weil sie nie aufhört, nie aufgibt, nie versagt und sich nie verändern wird. Klingt es nicht erstrebenswert, diese Art von Liebe in unserem Leben zu haben? Gott will sie uns schenken, damit wir sie weiterverschenken können.
Das wünsche ich mir für mein und euer Leben!

Welcher Vers oder welche Verse haben euch denn besonders angesprochen?