Donnerstag, 26. März 2015

Falsche Freunde


Wenn unsere Gegner und Feinde uns enttäuschen, dann ist das nicht wirklich überraschend. Schließlich gibt es ja irgendeinen Grund, das wir sie als solche bezeichnen würden. Wir erwarten also nicht wirklich etwas anderes.

Stellt sich jedoch heraus, dass jemand, den wir als unseren Freund bezeichnet hatten, hinter unserem Rücken schlecht über uns redet, oder sich völlig anders benimmt als wir das kennen, dann ist das wirklich niederschlagend. So etwas erwartet man nicht. Da kann man auch schon einmal an seiner Menschenkenntnis zweifeln.
Leider passiert so etwas aber immer wieder.

Deshalb warnt Paulus hier die Christen eindrücklich vor Menschen, die sich zwar als Christen bezeichnen, letztlich aber ein ganz anderes Leben führen. Dabei geht es aber nicht darum, dass wir unseren Mitchristen ihr Christsein absprechen, weil sie Fehler machen und mal versagen. Das tun wir schließlich alle.
Paulus möchte sichergehen, dass wir uns nicht mit Menschen assoziieren, die frommes Christsein vorheucheln, sich letztlich aber überhaupt nicht um Gott scheren.

Zeigt unser Leben im Alltag, was wir glauben?
Sprechen unsere Taten mehr als viele Worte?

Donnerstag, 19. März 2015

Christus als Gewinn

Paulus beginnt dieses Kapitel mit einem Aufruf zur Freude.

"Freut euch in dem Herrn!"

Es ist Paulus nicht lästig immer wieder zu dieser Freude aufzufordern, nein, er schreibt sogar, dass er es zur Sicherheit für die Philipper und auch uns heute immer wieder schreibt.

Was aber macht diese Freude denn so wichtig oder überhaupt aus? Was für eine Freude ist es?

Diese Freude, zu der Paulus immer wieder aufruft, erfolgt durch das Wissen und das Annehmen des Erlösungswerkes Jesus Christus am Kreuz von Golgatha. Das ist immer der Dreh- und Angelpunkt. Die Erlösung, die ich empfangen habe, lässt mich Freude spüren, der Geist Gottes hilft mir im Dienst für den Herrn zu arbeiten, das ergibt Freude und sollte ich auch mit Freude tun. Alles, was den Herrn Jesus betrifft, was er für mich getan hat, erfüllt mich mit Freude.


Nun kommt Paulus in den weiteren Versen auf etwas zu sprechen, was wir heute auch noch oft so sehen. Paulus spricht von seiner Herkunft. Er ist wer. Nach dem Gesetz ist er am 8. Tag beschnitten worden, er ist vom Geschlecht Israel, vom Stamm Benjamin, ein Hebräer von Hebräern; was das Gesetz betrifft, so ist er ein Eiferer gewesen, ein Verfolger der Gläubigen; und was die Gerechtigkeit betrifft, die im Gesetz verankert ist, so ist er für untadelig befunden worden.
Also alles in allem ein perfekter Mensch, getreu dem Motto "tue recht und scheue niemand". Aber reicht das?
Paulus hat sich so gefühlt als der gute und perfekte Mensch, bis er vor Damakus vom Licht Gottes getroffen wurde. Im Licht Gottes erkennt sich Paulus als sündiger Mensch an und kehrt zu Gott um und glaubt an den Erretter Jesus Christus.
Und was bringt das dem Paulus? Was schreibt er selbst dazu?


"Aber was irgend mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Verlust geachtet; ja wahrlich, ich achte auch alles für Verlust wegen der Vortrefflichkeit der Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn."

Paulus hat für sich erkannt:
- alles ist unwichtig, was mir nicht Jesus Christus nahe bringt
- ich muss das Alte hinter mir lassen, damit ich Christus immer besser kennen lerne und immer mehr auch Erkenntis erlange
- meine Gerechtigkeit mir selbst gegenüber ist bedeutungslos vor dem großen Gott, denn sie richtet sich nach irdischen, gesetzlichen Werten
- Gottes Gerechtigkeit ist aufgrund des Glaubens an seinen Sohn  

Paulus hat nach der inneren Umkehr vor Damakus sein Leben radikal geändert und sein Ziel, seinen Blick alleine auf Jesus Christus gelenkt und hat danach immer mehr auch an Erkenntnis gewonnen und hat den Herrn Jesus und das, was er gelehrt hat, immer besser verstanden, so dass er in den Dienst Gottes treten konnte und so vielen Menschen damals (und heute für uns alle, die die Bibel in Händen halten), so viel an Botschaft und Erkenntnis in Gottes Wort weiter gegeben.

Meinen Fokus habe ich diese Woche besonders auf den Wechsel "was hinter mir liegt" (mein altes Leben) und "was vor mir liegt" (mein neues Leben mit Gott) gelegt.
Selbst wenn ich, rein menschlich gesehen, ein völlig korrektes Leben führe, mich aber nicht im Licht Gottes als Sünder erkannt habe und umgekehrt bin und Buße getan habe, so ist das nichts wert vor Gott.
Mich gerecht zu sehen im Blick meiner eigenen Gerechtigkeit hat keinen Bestand, wenn ich einmal vor Gott stehe.

Christus gewinnen, ihn annehmen, ihm den ersten Platz in meinem Leben geben und mein eigenes Ich zurückstellen, das ist es, was vor Gott zählt und was dann auch meinen Glauben ausmacht.

Und dann werde ich dahin kommen, in meinem Leben mit Gott, dass Freude mich erfüllt, dass ich mit Freude meinen Weg zum Ziel, zu Jesus Christus gehen kann.

Diese Freude wünsche ich  uns allen.

Harmony 

Donnerstag, 12. März 2015

Mitstreiter im Glauben


In unserem Leben brauchen wir immer wieder Menschen, die uns zur Seite stehen und unterstützen. Wir sind einfach nicht dafür geschaffen, alles allein zu schaffen und zu bewältigen.
Solch eine solche Unterstützung war auch für Paulus äusserst wichtig.
Seine Situation war durch den Aufenthalt im Gefängnis ja besonders heikel und er war dringend auf die Hilfe von Freunden angewiesen, um seine Briefe an die Gemeinden zu übermitteln.

Auch wir als Christen brauch solche Menschen. Vielleicht habt ihr ja in euren Gemeinden eine solche Person, die euch besonders nahesteht und euch im Glauben unterstützen, oder eine Freundin in der Nachbarschaft, mit der ihr zusammen beten könnt.
In meinem Leben konnte ich glücklicherweise immer Menschen finden, die für mich Vorbilder im Glauben waren. Ihre Treue im Gebet beeindruckt mich jedesmal und ihr Glaube strahlt so auf andere aus, dass es ansteckend ist.

Gott weiss, dass wir das brauchen. Deshalb finde ich auch die Gemeinschaft innerhalb einer Gemeinde so wichtig. Da finde ich den Beistand in meinem Glauben und Geschwister, die am gleichen Strang ziehen.
Ich hoffe, ihr habt auch solche Menschen in eurem Leben!

Donnerstag, 5. März 2015

Wille und Kraft von Gott geschenkt

Viele Dinge sind uns sehr klar, wenn wir sie lesen. Wir wissen sehr genau, dass wir im Glauben auf dem Weg sind. Wir wissen sehr genau, dass wir uns immer - jeden Tag, jede Stunde, ja jede Minute mit dem Glauben auseinandersetzen müssen, um auf dem Weg in der Jesus Nachfolge zu bleiben. Aber tuen wir genau das auch? Lassen wir Gott auch in unserem alltäglichen Glauben diesen Platz einnehmen? Sitzt er mit uns an einem Tisch, egal wo wir gerade sind?

Paulus ruft seine Leser auf, auch in seiner Abwesenheit auf dem Weg zu bleiben. Er ermahnt sie, weiterhin an ihrer Rettung zu arbeiten. Mit FURCHT und ZITTERN. Er untermalt mit diesen Wörtern  sehr stark, dass wir unseren Glauben nie auf die leichte Schulter nehmen dürfen. Er ist nicht einfach in uns. Wir müssen an ihm arbeiten. Immer. Nicht nur am Sonntag in der Kirche oder am Morgen beim Bibelstudium. Diesen Glauben muss ich auch mit in meinen Alltag nehmen. In all die vielen so unwichtig erscheinenden Augenblicke meines Alltags, denen ich mit der Kraft der Liebe durch den Glauben soviel mehr Wichtigkeit verleihen kann.


Gott allein schenkt uns den Willen und die Kraft, den Glauben  so auszuführen, wie es ihm gefällt. Diesen Vers möchte ich auch heute noch einmal festhalten, denn er sagt so viel aus. Gott gibt mir mein Handwerkszeug, welches ich benötige, um im Glauben zu wachsen. Und damit ist es nicht genug. Er gibt mir auch den Willen und die Kraft, um im Glauben zu leben und zu wachsen. Ich muss sie nur mobilisieren und das kann ich durch meinen Glaubensweg, den ich aktiv Tag für Tag gehe. Dann genau kann der Heilige Geist in mir wirken und mich mit dem dafür nötigen Willen und die nötige Kraft versorgen. Den Blick auf das Ziel gerichtet haltend, schaffe ich all die vielen alltäglichen Herausforderungen und bleibe dennoch stark im Glauben. Trotz der vielen Zweifler und Nörgler an meiner Seite, die mir natürlich auch sehr häufig begegnen. Tief im Glauben verwurzelte Menschen habe ich nicht unbedingt in meinem direkten Umfeld. Die muss ich mir suchen, aber dann sind sie mir wertvolle Begleiter und geben mir ebenso den Willen und die Kraft zum Glauben. 

Paulus hält mir wieder vor Augen, dass ich mit dem Glauben ein Leben im Licht wähle. Da ist es wieder, das Licht des Glaubens. Es ist so viel heller um mich, wenn ich Jesus in mein Leben einlade/einlasse. Glaube, Liebe und Hoffnung dürfen mich umgeben. Ich darf darauf vertrauen und erspüre immer mehr, die so großer Bedeutung dieser Wörter, die meine Seele heilen.

Die Vorbildfunktion für uns, die wir im Licht leben, spricht Paulus auch an. Wieder einmal wird mir bewusst, dass ich meinen Glauben auch noch außen bezeugen und andere damit berühren darf. So leicht fällt mir gerade das nicht, denn ich mag nicht gerne im Mittelpunkt stehen. Wobei sich mir  immer mehr die Frage aufdrängt, ob das überhaupt damit gemeint ist? Ist nicht vielleicht auch einfach mein Leben/mein Tuen als Zeugnis gemeint? Reicht das nicht völlig aus, um den Glauben hin auch nach außen sichtbar werden zu lassen?

Ganz wichtig in all dem ist aber, dass ich den Weg nicht alleine gehe. Ich gehe ihn mit Gott, zu welchem ich jeden Tag aufblicke und neu lerne. 

Ein schönes Wochenende euch,

Andrea