Donnerstag, 19. März 2015

Christus als Gewinn

Paulus beginnt dieses Kapitel mit einem Aufruf zur Freude.

"Freut euch in dem Herrn!"

Es ist Paulus nicht lästig immer wieder zu dieser Freude aufzufordern, nein, er schreibt sogar, dass er es zur Sicherheit für die Philipper und auch uns heute immer wieder schreibt.

Was aber macht diese Freude denn so wichtig oder überhaupt aus? Was für eine Freude ist es?

Diese Freude, zu der Paulus immer wieder aufruft, erfolgt durch das Wissen und das Annehmen des Erlösungswerkes Jesus Christus am Kreuz von Golgatha. Das ist immer der Dreh- und Angelpunkt. Die Erlösung, die ich empfangen habe, lässt mich Freude spüren, der Geist Gottes hilft mir im Dienst für den Herrn zu arbeiten, das ergibt Freude und sollte ich auch mit Freude tun. Alles, was den Herrn Jesus betrifft, was er für mich getan hat, erfüllt mich mit Freude.


Nun kommt Paulus in den weiteren Versen auf etwas zu sprechen, was wir heute auch noch oft so sehen. Paulus spricht von seiner Herkunft. Er ist wer. Nach dem Gesetz ist er am 8. Tag beschnitten worden, er ist vom Geschlecht Israel, vom Stamm Benjamin, ein Hebräer von Hebräern; was das Gesetz betrifft, so ist er ein Eiferer gewesen, ein Verfolger der Gläubigen; und was die Gerechtigkeit betrifft, die im Gesetz verankert ist, so ist er für untadelig befunden worden.
Also alles in allem ein perfekter Mensch, getreu dem Motto "tue recht und scheue niemand". Aber reicht das?
Paulus hat sich so gefühlt als der gute und perfekte Mensch, bis er vor Damakus vom Licht Gottes getroffen wurde. Im Licht Gottes erkennt sich Paulus als sündiger Mensch an und kehrt zu Gott um und glaubt an den Erretter Jesus Christus.
Und was bringt das dem Paulus? Was schreibt er selbst dazu?


"Aber was irgend mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Verlust geachtet; ja wahrlich, ich achte auch alles für Verlust wegen der Vortrefflichkeit der Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn."

Paulus hat für sich erkannt:
- alles ist unwichtig, was mir nicht Jesus Christus nahe bringt
- ich muss das Alte hinter mir lassen, damit ich Christus immer besser kennen lerne und immer mehr auch Erkenntis erlange
- meine Gerechtigkeit mir selbst gegenüber ist bedeutungslos vor dem großen Gott, denn sie richtet sich nach irdischen, gesetzlichen Werten
- Gottes Gerechtigkeit ist aufgrund des Glaubens an seinen Sohn  

Paulus hat nach der inneren Umkehr vor Damakus sein Leben radikal geändert und sein Ziel, seinen Blick alleine auf Jesus Christus gelenkt und hat danach immer mehr auch an Erkenntnis gewonnen und hat den Herrn Jesus und das, was er gelehrt hat, immer besser verstanden, so dass er in den Dienst Gottes treten konnte und so vielen Menschen damals (und heute für uns alle, die die Bibel in Händen halten), so viel an Botschaft und Erkenntnis in Gottes Wort weiter gegeben.

Meinen Fokus habe ich diese Woche besonders auf den Wechsel "was hinter mir liegt" (mein altes Leben) und "was vor mir liegt" (mein neues Leben mit Gott) gelegt.
Selbst wenn ich, rein menschlich gesehen, ein völlig korrektes Leben führe, mich aber nicht im Licht Gottes als Sünder erkannt habe und umgekehrt bin und Buße getan habe, so ist das nichts wert vor Gott.
Mich gerecht zu sehen im Blick meiner eigenen Gerechtigkeit hat keinen Bestand, wenn ich einmal vor Gott stehe.

Christus gewinnen, ihn annehmen, ihm den ersten Platz in meinem Leben geben und mein eigenes Ich zurückstellen, das ist es, was vor Gott zählt und was dann auch meinen Glauben ausmacht.

Und dann werde ich dahin kommen, in meinem Leben mit Gott, dass Freude mich erfüllt, dass ich mit Freude meinen Weg zum Ziel, zu Jesus Christus gehen kann.

Diese Freude wünsche ich  uns allen.

Harmony 

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