Dienstag, 19. Mai 2015

Von einem Plastikgott und Feigenblättern....

In dieser Woche lesen wir die ersten drei Kapitel aus "Alles" von Jennie Allen. Und ich finde, bereits die ersten Kapitel haben es in sich und fordern mich ganz schön heraus.

Im ersten Kapitel berichtet sie aus ihrem eigenen Leben - dass sie lange nur aus Gewohnheit Christin war, weil sie Gott nicht wirklich kannte. Gott war in dieser Zeit für sie wie eine Plastikstatue. Erst etwas später lernte sie den lebendigen Gott kennen und erfuhr eine persönliche Beziehung zu ihm.
Wie ist Gott für mich? Bemühe ich mich, ihn näher kennenzulernen?

Etwas unangenehmer wird es im zweiten Kapitel, denn hier geht es um die Feigenblätter, die Masken, hinter denen wir gegenüber Gott und unseren Mitmenschen unsere Sünden und Fehler verstecken wollen. Wie gerne ständen wir alle gut da, als tolle Ehefrau, Mutter und Hausfrau, die alles im Griff hat, Oder als arbeitende Mutter die alles mit Leichtigkeit jongliert.
Wir wünschen uns die Anerkennung anderer und verstecken uns dafür gerne hinter Masken. Und das ist gesellschaftlich auch eher erwünscht - wichtig ist doch oft nur, dass wir funktionieren, nicht, wie es uns wirklich dabei geht. Wir fühlen uns schuldig und ertappt, wenn uns unsere Fehler bewusst werden (das Thema des dritten Kapitels).
Bei Gott ist das anders herum - er kennt unsere Fehler und Sünden sowieso. Aber ihn interessiert unser Innerstes. Vor Gott so offen und ehrlich zu sein fällt uns nicht leicht, unser Stolz stellt sich immer wieder in den Weg. Aber wenn wir uns für Gottes Gnade öffnen, dann kann er durch uns wirken.

Hier möchte ich Jennie Allen einmal zitieren:
"Ich bin fest davon überzeugt, dass jeder von uns einzig und allein durch Jesus Christus gerettet wird. Wir machen alle Fehler, und ohne Gott wären wir alle verloren. Der einzige Unterschied zwischen uns ist, dass manche ihre Sünden besser kaschieren können. Aber wenn wir einmal im Himmel sind, werden wir dort bestimmt eine Menge Leute treffen, die wir niemals bei Gott vermutet hätten. Und andere, von denen wir gedacht haben, dass sie auf jeden Fall im Himmel landen müssten, werden wir vermissen. Gott achtet nämlich auf unser Herz und auf all das, was niemand sonst sehen kann."

Wie ist Gott für mich? Gibt es "Feigenblätter" hinter denen ich mich und meine Sünden versuche zu verstecken?
Sicher gibt es die. Aber bei allem was ich falsch mache darf ich mir bewusst sein - Gott ist gnädig, er vergibt mir meine Schuld, wenn ich sie bereue.

Stephanie


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