Donnerstag, 24. September 2015

Weg zur Vollkommenheit

Diese Woche lesen wir in der Bergpredigt von verschiedenen Anweisungen, die Jesus den Menschen gibt. Los geht es mit dem Thema Ehescheidung. Ein ziemlich heisses Eisen zu dem Jesus klare, wenn auch unbequeme Antworten hat.

Dann geht es um das Schwören.  Auch hier steht Jesus auf der Seite der Klarheit. Wenn wir jemandem Rede und Antwort stehen, dann sollen wir eindeutig antworten, dann wird es auch nicht notwendig sein, bei irgendetwas Schwören zu müssen.

Und dann geht es um unseren Umgang mit unseren Mitmenschen, inbesondere unseren Feinden. Jesu Anweisungen dazu klingen erst einmal hart und realitätsfremd. Keine Gegenwehr leisten, wenn mir jemand etwas Böses antut? Die andere Wange hinhalten, wenn ich geschlagen werde? Eine Extrameile gehen, wenn eine ausreicht? (Dieses Aufforderung kommt übrigens aus der Zeit der Besetzung Israels durch die Römer. Die römischen Soldaten hatten das Recht, jemanden dazu aufzufordern, ihnen beim Tragen ihrer Ausrüstung zu helfen. Aber eben nur eine Meile lang.)

Wenn wir so handeln würden wären wir ja körperlich und finanziell gefährdet! Wenn ich jedem, der auf der Strasse bettelt, an einem Spendenstand um meine Aufmerksamkeit bittet oder über das Internet Geld sammelt, etwas Geld geben würde, hätte ich wohl selbst nichts mehr.

Ich denke schon, dass Jesus hier nicht unbedingt meinte, dass wir bis zum Äussersten gehen sollten und ohne Sinn und Verstand Leib und Besitz riskieren müssen. Aber er möchte, dass wir auf unsere Einstellung achten. Drehen sich unsere Gedanke nur um uns selbst und um unser Wohlergehen? Ist es uns wichtiger, dass es uns selbst gut geht, und nur wenn wir Überfluss haben sind wir bereit, abzugeben?
Und natürlich fällt es uns leichter, unseren Freunden zu helfen, wenn sie in Not sind. Aber wenn es um die Feinde geht?

Jesus ist für uns alle gestorben, weil wir alle Sünder sind und versagt haben. Da unterscheidet er nicht zwischen Freunden oder Feinden. Seine Liebe gilt für alle Menschen, auch die, die Ihn verachten oder ignorieren. Deshalb sollen wir auch seine Liebe allen Menschen gegenüber spiegeln. Nicht nur denen gegenüber, die uns sympathisch sind. Auch zu denen, die uns hassen, verspotten oder Böses wollen. Das ist eine Herausforderung. Wenn wir uns ir stellen, können wir vielleicht der Vollkommenheit etwas näher kommen, wie es in Vers 48 beschrieben ist.


Eure Stephie

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