Donnerstag, 29. Oktober 2015

Das Ende der Bergpredigt

Morgen beenden wir das Studium der Bergpredigt. In den letzten acht Wochen haben wir jeden.einzelnen.Vers der Bergpredigt gelesen, abgeschrieben, interpretiert und auf unser eigenes Leben angewandt. Das waren genau 111 Verse!

Wie ist es euch dabei so ergangen? Sicherlich hatte jede von uns gute und etwas weniger gute Tage. Verse, die einen direkt angesprochen haben und solche, an denen man länger herumgekaut hat, um sie dann vielleicht sogar einfach stehen zu lassen und zum nächsten überzugehen. Und das ist völlig in Ordnung! Jede von uns lebt ein anderes Leben und hat andere Voraussetzungen - aber eines haben wir alle gemeinsam: Wir wollen nicht nur einfach lesen, sondern auch zuhören, verstehen und lernen.

Vielleicht wollte Jesus genau das erreichen, mit dieser Predigt: Dass die Menschen nicht nur zuhören, sondern auch nach dem leben, was er sie gelehrt hat. Dass das Leben auf einem festen Grund aufgebaut ist und nicht auf Sand, der uns beim kleinsten Sturm einknicken lässt, der uns keinen wirklichen Halt gibt und keine Kraft, wenn das Leben einmal hart wird und wir Entscheidungen treffen müssen, denen wir gerne anders oder gar nicht gegenüber stehen würden.

Steht unser Leben auf einem festen Grund? Was bedeutet das überhaupt?
"Nicht, wer mich dauernd "Herr" nennt, wird in Gottes neue Welt kommen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut." (Mt. 7:21)
Vielleicht könnte man den Vers so interpretieren, dass man eben nicht immer nur darüber sprechen soll, wie man das Leben richtig führen könnte, sondern dass man einfach etwas tun soll. Handeln statt reden... sozusagen.

Das heißt allerdings manchmal auch, dass man etwas unangenehmes erledigen muss - Herausforderungen angehen, die wir gerade nicht so gerne haben. Dafür haben wir in den letzten Wochen ein paar Ideen bekommen:

  • Wir sollen wahres Glück finden, indem wir uns selbst erkennen und uns von der übermächtigen Gier nach Macht und Erfolg frei machen.
  • Wir sollen Gottes Gesetze befolgen - und zwar IMMER.
  • Wir sollen unsere Feinde lieben - eine oft ziemliche Herausforderung, für die wir mit Anlauf über unseren eigenen Schatten springen müssen.
  • Wir sollen das Gebet beten, dass uns Jesus vor 2000 Jahren beigebracht hat: Vater unser im Himmel... - zu diesem Gebet gehört auch der Satz: "Dein Wille geschehe!" mit dem wir Jesus und Gott unser Leben übergeben und uns frei machen von unseren persönlichen Wünschen und Vorlieben.
  • Wir sollen wahren Reichtum erkennen, indem wir uns nicht von Sachwerten abhängig machen, sondern das Glück im Herzen der anderen und in unserem Herzen suchen.
  • Wir sollen nicht über andere urteilen.
  • Wir sollen beten.
  • Wir sollen unser Leben auf ein festes Fundament stellen indem wir genau diese Weisungen befolgen.
Ganz sicher keine einfache Aufgabe und keine, die man mit einem 30-Tage-Plan erreichen kann! Aber wir können jeden Tag wieder versuchen ein klitzekleines Stück weiter zu kommen auf dem Weg!


Das Ende der Bergpredigt...

... ist vorerst auch das Ende der Guten Morgen Mädels hier in Deutschland. Wir alle haben Familien, Kinder, einen Haushalt und oft auch einen Job, die uns im "realen Leben" oft 24-Stunden-am-Tag beschäftigt halten. Prioritäten zu setzen ist auch eine wichtige Aufgabe und genau das versuchen auch wir hier bei den Guten Morgen Mädels zu schaffen. Das bedeutet aber auch, dass wir manchmal eine Pause brauchen! Diese Pause beginnt heute und wann sie endet wissen wir nicht.

Das bedeutet, dass ihr hier auf dem Blog vorerst keine neuen Bibelstudien finden werdet und auch die alten werden wir aus rechtlichen Gründen leider nicht "im Netz hängen lassen".


Das bedeutet aber nicht,
dass ihr aufhören müsst,
diese Art von Bibelstudien zu machen!

Stephanie wird ihren Blog "Mein erfolgreiches, kleines Familienunternehmen..." weiterführen und jegliche Neuigkeiten könnt ihr von ihr bekommen. Sie hat auch alle alten Studien und wenn ihr sie beispielsweise für eure Bibelgruppe benötigt, könnt ihr ihr über ihren Blog eine eMail schicken.

Auch die Facebook-Seite wird es weiter geben und auch hierüber könnt ihr weiterhin in Kontakt kommen, wenn ihr beispielsweise mit einer eigenen Gruppe ein Bibelstudium machen möchtet.

Courtney Joseph von den Good Morning Girls bietet weiterhin das Kapitelstudium an. Alle Studienunterlagen könnt ihr bei ihr auf dem Blog kostenlos herunterladen und auch wenn die Unterlagen zum Großteil nicht übersetzt sind, kann man sie wunderbar nutzen {und einfach seine Gedanken zu den SOAK-Teilen auf deutsch aufschreiben}.

Auch bei Love God Greatly gibt es weiterhin interessante Bibelstudien. Auch dort gibt es im Moment keine deutschen Übersetzungen, doch auch hier funktioniert das Prinzip gut, auf englisch zu lesen, aber auf deutsch zu schreiben.

Es gibt so viele wunderbare Quellen für Bibelstudien ~ mit ein wenig Internet Recherche kann man sie finden! Und wer möchte, kann seine Ideen jederzeit hier auf dem Blog als Kommentar für andere hinterlassen.

Ich wünsche euch alles Gute und Gottes Segen!
~ Eure Katja

Montag, 26. Oktober 2015

Auf festem Grund

Und schon lesen wir in der letzten Woche des Herbstbibelstudiums! Die Zeit ist wieder rasend schnell vergangen und wir haben uns diesmal mit einer wirklich anspruchsvollen Stelle der Bibel auseinandergesetzt! Wir hoffen, ihr hattet eine gute Zeit und das Bibelstudium war eine Anregung für euch, weiter in der Bibel zu lesen!

Indem wir Jesus folgen, stellen wir unser Leben auf einen „festen Grund“. Das Bibelstudium hilft uns dabei, ihn immer besser kennenzulernen. Diese Woche schließen wir die Bergpredigt ab – eine Predigt, die direkt von Jesus an uns gerichtet ist. Was haben wir in den vergangenen acht Wochen gelernt, was können wir mitnehmen? Welche Veränderungen möchtest du vielleicht in deinem Leben vornehmen?

Lernvers:


Herausforderung:

Christus und seine Lehre sind der Fels auf dem wir sicher stehen können. Gottes Wort das sichere Fundament für uns Leben. Unser Glaube wird in vielerlei Hinsicht erprobt.

Von Oben – in Dingen, die Gott zulässt, dass sie uns geschehen.
Von der Seite – durch Versuchungen und Anfechtungen von Seiten der Menschen um uns herum.
Von Unten – durch Aktivitäten und Ereignisse, die mich von Gott wegziehen.

Mache Dir Stichpunkte, zu den folgenden Punkten – wo erfährst Du gerade jetzt Herausforderungen in Deinem Leben? Wenn wir die Gefahren in unserem Leben kennen, können wir dagegen angehen!

Wir wünschen euch eine gute Zeit!
~ Eure Guten Morgen Mädels

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Entscheidung (Tor) - Nachfolge - Ergebnis (Frucht tragen)

"Bittet, und es wird euch gegeben werden; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch aufgetan werden. Denn jeder Bittende empfängt und der Suchende findet und dem Anklopfenden wird aufgetan werden." (Matth. 7,7-8)


 Diese Woche haben wir damit begonnen, uns mit den Bitten an unseren himmlischen Vater zu beschäftigen.
Meine Beziehung zu meinem Gott und Vater macht es mir möglich mit meinen Bitten zu ihm zu kommen. Er ist meine "Anlaufstelle" für alles was mich beschäftigt, bedrückt, ja, alles, was mich betrifft, Ihm darf ich es sagen und vorlegen.
Gott hört meine Bitte und er antwortet mir - vielleicht nicht immer so, wie ich es mir vorstelle oder erhoffe, doch ich bekomme Antwort.
Gott gibt gerne, aber bitten, suchen und anklopfen - das muss ich schon selber tun.


"Geht ein durch die enge Pforte, denn weit ist die Pforte und breit der Weg der zum Verderben führt, und viele sind, die durch sie eingehen. 
Denn eng ist die Pforte und schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind, die ihn finden." (Matth. 7,13-14)

In den Versen 13 und 14 wird mir klar gezeigt, dass ich mich entscheiden muss:
                       enge Pforte (Tor) - schmaler Weg
                                         oder
                      breite Pforte (Tor) - breiter Weg

Und diese Entscheidung muss ich treffen, bevor ich mich auf die Nachfolge begebe. Die enge Pforte, der schmale Weg, das ist der Weg, den ich mit Jesus gehe. Dem geht eigentlich unweigerlich meine Umkehr zu Jesus, mein Bekennen meiner Schuld, meine Annahme des Erlösungswerkes am Kreuz von Golgatha, voraus.
Auf dem schmalen Weg muss ich nah bei Jesus sein, mit ihm gehen, mich auf ihn allein verlassen. Dieser Weg ist nicht leicht, er ist beschwerlich, vielleicht auch gefährlich und unangenehm. Nur wenige werden diesen schmalen Weg gehen. 
Dieser schmale Weg führt zum Leben, zum immerwährenden Leben mit Jesus Christus - er gibt das ewige Leben.

Der breite Weg ist bequem, viele gehen ihn und ich falle da gar nicht auf, aber dieser Weg führt unweigerlich von Gott weg und führt ins Verderben. Es mag vielleicht über die lange Reise gesehen, gar nicht so "verderbend" aussehen, aber das Ende dieses Weges ist das Verderben.
Einen Mittelweg, ein bisschen schmal, ein bisschen breit, den gibt es nicht. Ich muss mich entscheiden - mit Jesus oder ohne (und damit gegen) Jesus. Und diese Entscheidung muss ich treffen, bevor ich durch die enge Pforte oder breite Pforte gehe. Am Ende des Weges kann ich nicht noch mal schnell die Seiten wechseln. Doch jeder kann sich für den schmalen Weg umentscheiden, es gibt aber nur eine Möglichkeit: Man muss durch das Eingangstor - also die enge Pforte - hindurchgehen. Einen anderen Weg zum schmalen Weg gibt es nicht. 

Die Verse 15-20  zeigen das Ergebnis der Entscheidung und warnen gleichzeitig vor "falschen Propheten". Menschen, die gegen Gott sind, sich aber "christlich" zeigen. An den Früchten werden wir sie erkennen und wir/ich werde auch an meinen Früchten erkannt werden. Als Beispiel nennt Jesus hier einen faulen  Baum und einen guten Baum. Ein fauler Baum kann keine guten Früchte tragen und wird es auch nicht, ebenso kann ich von Dornen keine Trauben ernten. Ein guter Baum trägt gute Früchte. 
Frucht tragen - das kann ich nur, wenn ich mit Jesus gehe und nahe bei ihm bin.

"Deshalb, an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen." (Matth. 7,20)



 Harmony  

Montag, 19. Oktober 2015

Gott erhört mein Gebet

Gebete sind Gespräche mit Gott! Wir können Ihm alles anvertrauen und ihn um alles bitten. Aber wie oft vergessen wir das Gebet oder wir denken, Gebete müssten perfekt formulierte Ansprachen sein. Dabei stimmt das gar nicht! Ein Gebet kann ein kleiner Gedanke an Gott sein, das „bitte hilf mir“ zwischen zwei Sätzen in einem schwierigen Gespräch oder auch ein „Danke Gott“, wenn uns etwas Gutes passiert.

Ein anderer Aspekt beim Beten ist unsere Gebetshaltung. Grundsätzlich gibt es keine richtige oder falsche Haltung beim Gebet – ein Gebet kann auch während des Staubsaugens gesagt werden. Manchmal ist es aber vielleicht für uns selbst wichtig, dass wir uns beim Beten hinknien um uns klein zu machen vor Gott. Ebenso kann uns das Falten der Hände helfen, zu fokussieren und ganz konzentriert und ruhig zu werden. Viel wichtiger ist die andere „Haltung“ – meine Herzenshaltung: Plappere ich einfach nur eine „Wunschliste an den lieben Gott“ vor mich hin, leiere ich gewohnte Gebete herunter, spreche ich Dinge, die ich gar nicht so meine? Gebete sind Gespräche mit Gott! Die sollten uns wichtig sein.

Lernvers:


Herausforderung:

Bei der SAAT-Methode schreiben wir jeden Tag ein Gebet zu den Versen, die wir davor studiert haben.

Nimm dir diese Woche die Zeit und setze dich mit deinen Unterlagen ein paar Minuten hin und bete deine Gebete als ein Ganzes. Reflektiere das, was du gebetet hast und danke Gott dafür.
Überdenke Deine Haltung beim Gebet: Ganz konkret die Haltung, die du einnimmst aber vor allem die innere Haltung.

Wir wünschen euch eine gesegnete Woche!
~ Eure Guten Morgen Mädels

Mittwoch, 14. Oktober 2015

Bible Art Journaling zur Bergpredigt

Nun sind wir im Studium der Bergpredigt schon in der sechsten Woche. Wir haben schon viel gelesen und gelernt. Ich kann für mich sagen, dass ich schon jetzt viel mehr aus der Bergpredigt mitgenommen habe, als ich es zunächst für möglich hielt.

Zu Beginn des Studiums hatte ich euch ja ein bisschen zum Thema "Bible Art Journaling" erzählt und ein paar Seiten gezeigt. Und die eine oder andere von euch hat vielleicht Lust bekommen, auch mal eine Bibelseite zu gestalten. Vielleicht sogar zur Bergpredigt?


Heute möchte ich euch einladen. Habt ihr in der Zwischenzeit gejournalt? Möchtet ihr uns euer Werk zeigen? Besonders freuen würden wir uns natürlich über Verse aus der Bergpredigt, aber andere sind uns auch willkommen. Ihr könnt eure Fotos unter dem Facebookpost zu diesem Blogbeitrag posten, oder sie mir an kleinesfamilienunternehmen@gmail.com mailen, dann werde ich am Wochenende einen Blogpost mit diesen Bildern veröffentlichen.

Mit der Zusendung bzw. dem Posten der Bilder erklärt ihr euch mit der Veröffentlichung in einem Blogpost von uns einverstanden, bitte sendet also nur ein Bild, wenn ihr damit auch einverstanden seid. Solltet ihr einen Blog betreiben und auch über Bible Art Journaling oder GMG schreiben, setzen wir eure URL gerne dazu.
Diese Seite gehört zwar nicht zur Bergpredigt sondern zum Psalm 112, aber sie passt inhaltlich sehr gut zu unseren SOAP-Versen der letzten Tage.

Seid ihr dabei?

Stephanie

Montag, 12. Oktober 2015

Urteilt nicht!

Diese Woche beginnen wir mit dem siebten Kapitel des Matthäusevangeliums und damit mit dem letzten Kapitel der Bergpredigt. In den ersten Kapitel geht es darum, dass wir andere nicht verurteilen sollen, dann meist können wir erst einmal bei uns selbst anfangen!

Lernvers:


Herausforderung:

Oh wie leicht fällt es uns immer wieder andere zu kritisieren und zu verurteilen. Die Fehler der anderen sehen wir immer sofort und haben auch oft die passende Lösung parat. Aber genau das ist so überhaupt nicht unsere Aufgabe. Gehen wir zurück zur dritten Woche – wir haben damit begonnen unsere Feinde zu lieben. Teil davon ist es auch, den anderen so zu akzeptieren, wie er ist. Wir können die anderen Menschen nicht ändern, das kann nur Gott! Um wie viel wichtiger ist es dann, die Menschen, die wir lieben nicht zu verurteilen. Es ist nicht unsere Aufgabe!

Sei in dieser Woche besonders aufmerksam in Bezug auf deine Gedanken über andere. wann immer Du versucht bist andere zu verurteilen oder es sogar tust, sprich ein Gebet und übergib Gott die Verantwortung für das Verhalten des anderen Menschen.

Wir wünschen euch eine gesegnete Woche!
~ Eure Guten Morgen Mädels

Donnerstag, 8. Oktober 2015

Macht euch keine Sorgen!

Wie oft sorge ich mich um morgen. Was wird sein, wie …. und und und so viele Sorgen.



Was kann ICH ändern ?
Was kann GOTT ändern ?



Und wenn ich es nicht ändern kann, warum sorge ICH mich ???

Ich will mich bemühen meine Sorgen bei Gott abzuladen UND sie bei ihm zu lassen.
ER weiß was wird.
ER kennt mein morgen und mein Übermorgen. Er kennt mich.

Gott gibt mir mein täglich Brot für heute, nicht für morgen oder übermorgen.

Gott gibt mir auch nur die Kraft für heute.
 Wie schlimm wäre es wenn ich einmal am Anfang des Jahres Kraft bekommen würde.
Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder sie ist ganz schnell alle, weil ich alles tue oder ich nutze sie zuwenig weil ich ängstlich bin und mir sage ich weiß nicht was wird, ich warte und warte.
Zum Glück weiß das alles unser Vater und gibt uns nur die Kraft für den einen Tag.


Gott kennt mich und weiß was ich wirklich zum Leben brauche. Ich kann ihm vertrauen, er sich darum kümmert.   Ich kann alles was mich bedrückt und belastet bei ihm abgeben. Meine Sorge auf IHN werfen, denn er sorgt sich um mich ( 1.Petrus 5,7).
Deshalb kann ich auch Gott vertrauen und mich zuerst nach seiner Herrschaft ausrichten, da er mich versorgen wird. Das entlastet und befreit mich.

Ich wünsche euch eine gesegnete Woche,

Eure

Abigail

Montag, 5. Oktober 2015

Wahrer Reichtum

Die erste Hälfte des Bergpredigt-Bibelstudiums ist geschafft! Vier Wochen lang haben wir uns nun damit auseinandergesetzt. Habt ihr schon eine kleine Zwischenbilanz gezogen? Wie geht es euch mit diesen drei Kapiteln aus dem Matthäusevangelium?

Diese Woche geht es darum, was wahrer Reichtum ist. Den kann man nämlich nicht durch harte Arbeit und eine hochwertige Ausbildung erwerben...

Lernvers:


Herausforderung:
Wo nämlich eure Schätze sind, da wird auch euer Herz sein.
(Mt. 6:21)

Jesus lehrt uns, dass wir keine Schätze in dieser Welt anhäufen sollen, sondern Schätze im Himmel. Was genau für Schätze sind das? Um welche dieser Schätze wollen wir in unserer aktuellen Situation besonders kümmern?

Schreibe eine Liste mit den Dingen, von denen du meinst, dass sie „Schätze im Himmel“ für dich sind. Dann markiere die Schätze, um die du dich in deiner jetzigen Lebenssituation besonders kümmern willst und kannst.

Wir wünschen euch eine gesegnete Woche!
~ Eure Guten Morgen Mädels

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Das Gebet

In dieser Woche haben wir viel über unsere Nachfolge mit "Außenwirkung" gelesen. 

Wir Menschen streben gerne nach Anerkennung, das ist uns wichtig. Für das, was ich getan habe, möchte ich auch entsprechende Anerkennung und Lob bekommen. Unsere Leistungen werden in der Regel bewertet und dann positiv hervorgehoben. So ähnlich erleben wir es tagtäglich in unserem Alltag, Schule oder Beruf.
Doch in den Versen in Matthäus 6 werden wir eines anderen belehrt.

 Wir sollen unsere Frömmigkeit nicht zur Schau stellen, nicht mit großen Worten und Reden erzählen, wie wunderbar fromm wir sind.
Ein "einfach nur leben in der Frömmigkeit" reicht aus, dass Gott uns dafür belohnen wird. Denn Gott sieht in mein Herz, er sieht, ob es echt ist, was ich rede, was ich tue und wie ich handle oder ob ich nur mit frommen Reden Anerkennung suche.
 Genauso ist es auch mit den Gaben oder Spenden oder andere Dinge, die ich ganz praktisch tue, um zu helfen.
Da gibt Gott den Rat, dass die Linke nicht wissen woll, was die Rechte tut. Das bedeutet, dass ich damit nicht großtun muss. Es ist eine stillschweigende Tat. - Eine schwierige Aufgabe, denn es ist ja völlig entgegen des menschlichen Charakters.

Ein weiteres Thema ist das Gebet. 
Da haben wir das Beispiel des heuchelns, groß vor anderen beten und sich damit hervortun, wie toll man ist, dass man so gut beten kann.
Die Aufforderung ist:
"Du aber, (das betrifft mich persönlich) wenn du betest, so gehe in deine Kammer, und nachdem du deine Türe geschlossen hast, bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist." (Matthäus 6,6)
Damit ist meine persönliche Zeit im Gebet, im Gespräch mit Gott gemeint. Natürlich müssen wir nicht für das Tischgebet, zum Dank für das Essen, uns einzeln zurückziehen, das ist damit sicherlich nicht gemeint. Aber wenn ich mein ganz persönliches Gebet mit Gott habe, dann soll ich mich zurückziehen, mit Gott alleine sein. Das hat u. a. den Vorteil, dass ich dann auch nicht abgelenkt bin, sondern alleine bin mit Gott und meinem Gebet.

Im folgenden finden wir dann noch das "wie" wir beten sollen. Wir sollen nicht plappern oder nur so nachsprechen ohne nachzudenken, was wir beten, auswendig runtergerattert und oberflächlich dahergesagt.





Und das gilt eigentlich für alle Gebete, ob ich nun das Tischgebet bete oder ein anderes Gebet. Ich sollte mich immer fragen, ob ich mit dem Herzen voll dabei bin oder doch nur mehr aus Gewohnheit die Texte herunter"leiere".

Als letzten Punkt zum Gebet finden wir dann das sogenannte "Vater-Unser".
Es gibt wohl kaum jemanden, der dieses Gebet nicht kennt.
Gerade deshalb habe ich die Herausforderung dieser Woche, das Gebet einmal in der Ich-Form zu sagen/schreiben, als besonders wertvoll empfunden. Denn dadurch wird sich noch einmal tiefer mit dem Text auseinandergesetzt und es wirkt dem "plappern" auch entgegen. 
Das "Vater-Unser" ist in der heutigen Christenheit das Gebet schlechthin für fast jede Situation. Interessant ist aber, dass wir dieses Gebet in der Wortformulierung nur einmal hier in Matthäus 6 finden, in Lukas 11 sind nur einige Bitten daraus aufgeführt, aber in den vielen Gebeten in den Evangelien und auch in den Briefen wird dieses Gebet nicht einmal mehr gesprochen.
So könnte es den Schluss nahelegen, dass es nicht unbedingt ein Mustergebet in der Wort-für-Wort Übernahme sein sollte, sondern eher ein so-in-dieser-Art-ungefähr Gebet.



 Ich habe nun einmal einige Punkte herausgesucht, die ich für (m)ein Gebet wichtig finde.

"unser Vater" - ich darf Gott, der mich durch Jesus Christus errettet hat, meinen Vater nennen. Es zeigt eine Beziehung zwischen Gott, meinem Vater, und mir an. So darf ich jedes Gebet direkt mit meinem Vater im Himmel beginnen.

"dein Wille geschehe" - ich nehme alles aus Gottes Hand. Mein Leben habe ich IHM anvertraut und so darf ich die Gewissheit haben, dass Gottes Wille geschieht und darf (sollte) es auch zulassen.

"unser nötiges Brot gib uns heute" - das betrifft meine ganz persönlichen Bedürfniss, Sorgen und Nöte. Alles kann und darf ich Gott sagen und ihm anvertrauen - er wird dafür Sorge tragen, dass es mir an nichts mangelt.

"und vergib uns unsere Schuld" - meine Schuld ist mir vergeben, diese Gewissheit habe ich. Aber ich darf mir im Gebet immer wieder vor Augen führen, dass der Herr Jesus meine Schuld auf sich genommen hat und dafür bin ich dankbar, was ich im Gebet auch als Dank Gott sage. Gleichzeitig darf oder kann ich weiterhin um Vergebung bitten für meine vielen Unzulänglichkeiten im alltäglichen Leben, wo ich doch leider immer wieder auch sündige.

"und führe uns nicht in Versuchung" - ich glaube nicht, dass Gott uns extra in Versuchung führt, aber ich lebe in einer Welt, die voller Versuchungen ist und da kann ich in meinem Gebet um Bewahrung bitten, dass ich diesen Versuchungen nicht verfalle.

Wie gesagt, es sind nur ein paar Punkte und mit Sicherheit nicht theologisch voll ausgereift ;-)

Zum Abschluss dieser Verse führt Jesus noch einen Punkt an, der im Gebet schon vorkam, aber nun noch einmal hervorgehoben wird. Die Vergebung. Dabei geht es hier nicht ausschließlich um die Vergebung meiner Sünden, sondern darum, dass ich anderen vergeben soll. 
Für mich ist das auch immer wieder ein schwieriges Thema, denn es ist schon ein bisschen entgegen des natürlichen Menschen. Vergeben beinhaltet auch nicht nachtragend zu sein. Vergeben - nicht mehr daran denken. 
Mir hilft dann oft der Gedanke, dass Gott mir alles, wirklich alle meine Schuld und Sünde vergeben hat und mir in seinem Wort versprochen hat, der Sünde nie mehr zu gedenken, sie ist an die tiefste Stelle im Meer versenkt worden.
Dieser große Gott, der so viel Macht hat, er hat mir verziehen und zwar alles und ich kleiner Mensch stelle mich oft so an, wenn es darum geht anderen zu verzeihen. Ein Gedanke, der mich nachdenklich werden lässt und ich wünsche mir sehr, besser verzeihen zu können und auch dann nicht mehr nachtragend zu sein. Auch dieses darf ich in Gottes Hände legen und ich bin gewiss, dass es mir mit Gottes Hilfe immer besser gelingen wird.

In diesem Sinne wünsche ich euch noch eine schöne Restwoche.


 eure
Harmony