Donnerstag, 28. Januar 2016

Gedanken zur Jahreslosung



Jedes Jahr wird für alle Christen in Deutschland eine Jahreslosung ausgewählt. Ein Vers aus der Bibel, der uns das ganze Jahr über begleiten und ermutigen soll. Die diesjährige Jahreslosung stammt aus Jesaja 66, 13:

"Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet."

Dazu habe ich erst einmal überlegt, wie eine Mutter denn eigentlich tröstet. Folgende Punkte fielen mir dazu ein:


  • Eine Mutter nimmt in den Arm, kuschelt und liebkost.         
  • Eine Mutter kümmert sich   um eventuelle Verletzungen, klebt ein Pflaster auf,    kühlt   die Beule, pustet...       
  • Sie spricht beruhigende Worte zum Kind. 
  • Sie zeigt Mitgefühl. ("Oh, das hat bestimmt doll wehgetan!")
  •  Sie weiss, wann wirklicher Trost notwendig ist, und wann das Kind vielleicht nur     Aufmerksamkeit möchte.


Wenn wir an Gott denken, dann verbinden wir ja oft ein männliches Bild damit. Hier zeigt sich Gott aber auch auf eine andere Weise, sanft, einfühlsam und liebevoll.
Ein tröstender Gott ist eine sehr schöne Vorstellung für mich. Er ist eben nicht nur der starke und kraftvolle Gott, der den Menschen Anweisungen gibt und richtet, sondern auch ganz nah und sanft zu uns, wenn wir das brauchen.
Auch wenn wir Gott als unseren Vater bezeichnen, kann er so trösten, wie eine Mutter ihr Kind tröstet. Natürlich können auch Männer gut trösten, aber das Bild von einer Mutter, die ihr Kind tröstet ist ein besonders eindrucksvolles, ein Zeichen uneingeschränkter Liebe.
In dem Text der Jahreslosung verspricht Gott seinem Volk Israel Freude und Trost. Hier ein paar mehr Verse für den besseren Zusammenhang:

Jesaja 66, 10-14
"Freut euch mit Jerusalem! Jubelt über diese Stadt, alle, die ihr sie liebt! Früher habt ihr um sie getrauert, doch jetzt dürft ihr singen und jubeln vor Freude.
Lasst euch von ihr trösten wie ein Kind an der Mutterbrust. Trinkt euch satt! Genießt die Pracht dieser Stadt!
Denn ich, der Herr, sage euch: Frieden und Wohlstand werden Jerusalem überfluten wie ein großer Strom. Ich lasse den Reichtum der Völker hereinfließen wie einen nie versiegenden Bach. Und an dieser Fülle dürft ihr euch satt trinken. In dieser Stadt werdet ihr euch wie Kinder fühlen, die ihre Mutter auf den Armen trägt, auf den Schoß nimmt und liebkost.
Ich will euch trösten wie eine Mutter ihr Kind. Die neue Pracht Jerusalems lässt euch den Kummer vergessen.
 Wenn ihr das alles seht, werdet ihr wieder von Herzen fröhlich sein, und neue Lebenskraft wird euch durchströmen."

Erstaunlich, von wievielen eher typisch weiblichen Eigenschaften hier gesprochen wird: Das Kind an der Mutterbrust, auf dem Arm und Schoss der Mutter, liebkosen...
Aber Gott kann das und er will uns hier zeigen, das wir bei ihm geborgen sein können und ihm völlig vertrauen können, so wie eben ein kleines Kind seiner Mutter vollkommen vertraut.
Als Mütter sind wir ja meist diejenigen, die stark sein müssen, Vorbilder sind, Wissen weitergeben und unseren  Kindern  Rat und Trost geben. Aber auch wir haben Zeiten, wo wir uns schwach fühlen, wo wir traurig sind. Wo wir das Gefühl haben, nicht gut genug zu sein und wieder einmal versagt zu haben.
Und dann brauchen wir auch diese Erinnerung, dass Gott immer für uns da ist. Er gibt uns die Kraft, die wir brauchen. Er sieht unseren Wert, auch wenn wir ihn selbst nicht sehen können. Er tröstet und ermutigt uns, wenn wir verzagt sind.
Das hoffe und wünsche ich euch allen, dass ihr mit diesem Wissen in dieses Jahr geht. Gott ist da, er will uns zur Seite stehen und die Quelle für all unsere Bedürfnisse sein. Er sorgt für uns.


Eure Stephie

Kommentare:

  1. Danke.
    Danke für diesen Text.
    Danke, dass Ihr weitermacht. :o)

    Christl

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  2. Vielen Dank für die positive Rückmeldung!
    Stephie

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